Monatsrückblick Dezember 2017

Neustart Let‘s Plays, Ryzen & GTX 1080, Star Wars: Der letzte Jedi

Mit diesem Post und dem dazugehörigen Video starte ich genau dann eine neue Serie, wenn das alte Jahr aufhört. Als erster seiner Art, ist dieser Monatsrückblick etwas Besonderes, da er sich auf einen längeren Zeitraum bezieht als nur Dezember. Ich gehe bis zurück in den Sommer, wo ich mich entschied, nach knapp einem Jahr Abwesenheit, wieder ein aktiver Teil der stetig wachsenden Let‘s  Play Community zu sein.

Doch von vorne. Warum jetzt auf einmal einen monatlichen Blog Post bzw. Vlog? Die logische Antwort: ich bin eine Attention Whore. Wäre ich eine Frau, so würde ich im Bikini am Strand einen Handstand machen.

Attention Whore

Vielleicht möchte ich euch auch nur das besonders schöne Fenster meines Büros zeigen. Oder die Ecke mit der ausrangierten Hantelbank (weil Masseaufbau durch Kraftsport viel zu anstrengend ist; Burger Donalds ftw), die als Bandrolle für mein defektes Rollo dient (wenn man so feinfühlig daran zieht wie Donald Trump twittert…).

Das Ding ist, es hat wirklich was mit Aufmerksamkeit zu tun. Schließlich möchte ich ja Zuschauer für meinen Kanal gewinnen. Aber es gehört auch eine ordentliche Portion Menschlichkeit dazu. Auf diese Weise verleihe ich der Stimme ein Gesicht und rede dabei mal ein wenig aus dem Nähkästchen eines Gamers. Das ist mir zuletzt erst bei jemanden aufgefallen, bei dem ich gelegentlich mal bei Zelda vorbeischaue. Da machte der Kerl mit seinem (Mutmaßung) Filius ein Unboxing von irgendeiner Loot Box. Und zwar vor, und nicht hinter der Kamera. Und da kam es mir so: das passt voll zur Stimme, wie Faust aufs Auge, Deckel und Topf, Yin und Yang, Batman und Joker, Spiderman und Dr. Octopus, Superman und Kryptonit… Dadurch war mir der Mensch gleich viel sympathischer und ich gehe auch mit einer anderen Haltung an seine Videos. Und das möchte ich auch erreichen.

Mal ganz davon abgesehen, dass es etwas Neues ist, ist es auch ein Format, das eine ganz andere Herangehensweise braucht.  Einfach nur hinsetzen, ein wenig zocken und dazu labern reicht nicht ganz. Alter Hund, neue Tricks. Vielleicht klappt‘s ja doch?

Und so soll nun am Ende eines jeden Monats ein kleiner Rückblick erscheinen, in dem ich über die Spiele rede, die ich gerade spiele, Hardware oder anderer Nerdkram, der mir gerade wichtig ist. Ich nutze das dann vielleicht auch als Plattform für Video Reviews von Spielen – was mich dran erinnert, dass ich unbedingt für Mass Effect Andromeda eins schreiben muss.

Genug Organisatorisches, jetzt zum Inhalt. Für diese Ausgabe habe ich folgende Themen völlig willkürlich auserkoren.

  • Die Rückkehr in Let‘s Plays nach ca. einem Jahr Pause.
  • Die Rückkehr von AMD in die Liga der schnellen Prozessoren.
  • Die Rückkehr von Star Wars in die Kinos; Der letzte Jedi.

Rückkehr zum Let‘s Play

Also, warum wieder der Sucht erliegen und die an den Nagel gehängten Schuhe wieder anziehen? Langeweile? Ich finde es nach wie vor ein spannendes Format und eines Urlaubs hatte ich zu viel Zeit und mal wieder Lust so richtig herzhaft zu zocken. Ich überlegte hin und her. Soll ich, soll ich nicht? Lohnt es sich überhaupt? Und welches Spiel eigentlich? Das war mit Rise of the Tomb Raider schnell gefunden. Tomb Raider von 2013 hat so Bock auf mehr gemacht und der Nachfolger stand zu der Zeit ganz oben auf meiner Liste. Nur klappte es vom Timing her nicht, weil das Spiel erst erschien, als die Zockerrente schon beantragt war. Aber ich entschied mich auch noch für eine zusätzliche Hürde. Wenn ich schon wieder anfange, dann sollte es auch eine Herausforderung sein. Ähnlich wie beim ersten Video überhaupt. Also: warum dann nicht den englischen Originalton auch auf Englisch kommentieren?

Und so kam es, dass Rise of the Tomb Raider mein erstes und bisher einziges komplett Englisches Let‘s Play Projekt ist. Ich habe ja viel mit der englischen Sprache zu tun. Ich konsumiere nahezu alle Medien auf Englisch, die im Original auf Englisch sind. Filme, Serien, Bücher. Selbst beruflich komme ich nicht drum rum und da gehört auch regelmäßiges Sprechen mit dazu. Und somit sollte das ein wenig als Übung dienen, an der Aussprache zu feilen. Ob das zum Ende wirklich besser geworden ist weiß ich nicht, allerdings verlor ich dadurch die Hemmung, in anderen Spielen längere englische Texte vorzulesen. Auf jeden Fall hat es mein Gefühl, das Bewusstsein für die Aussprache, verbessert. Und ich kann euch sagen, ich war im ersten Video dieses Projekts so aufgeregt wie im ersten deutschen Video. Aber, ich hielt durch – wenngleich es am Ende dann doch schon anstrengend war. Ich war echt erleichtert, als der Abspann über den Bildschirm lief. So sehr ich auch von dieser Sprache umgeben bin, teilweise darin denke, so anstrengend ist es, längere Zeit frei zu reden und Geschehnisse zu kommentieren.

Jetzt könnte man ja auch meinen, dass mir dadurch ein viel größerer Markt eröffnet wurde. Aber um ehrlich zu sein, in Sachen Reichweite war es ein ziemlicher Flopp. Bis auf die „Tomb“-bezogenen Videos gibt es quasi keine nennenswerten Views. Und selbst die Tombs sind nur ein lächerlicher Blip im Gesamtkontext.

Rückkehr von AMD

Wer hätte es geglaubt, aber Intel hat endlich wieder Konkurrenz bekommen. AMDs Ryzen Prozessor hat für ordentlich Wirbel gesorgt. Und besonders für Video Encoder, Youtuber eben, hat diese Plattform so unglaublich viel Leistung für einen Bruchteil der Kosten eines ähnlich schnellen Intel Systems zu bieten. Und somit war mein Interesse geweckt. Obendrein bin ich ein Spielkind und hatte einfach Bock auf was Neues. Eine ganze Weile folgte ich der Vernunft und übertaktete sogar meinen i5 auf 4.2 GHz, in der Hoffnung, dass eine Investition doch nicht wirklich nötig ist. Aber, um mal ehrlich zu sein: das war nur ein verzweifelter Versuch.

Und so bestellte ich mir einen Ryzen 1700X und gleichzeitig auch noch eine Nvidia GTX 1080. Die 970 pfeifte auf dem WQHD Monitor schon ordentlich aus dem letzten Loch. Der initiale Plan war ja, aus dem Hardware Upgrade ein Ryzen-Build Video zu machen. Ich nahm das auch auf, mit dem Handy, in der Erwartung, dass die gute Kamera das S7 auch ordentliche Videos zustande bekommt. Tja. Ich wurde enttäuscht und mangels Erfahrung und ordentlichen Kameraständern waren die Aufnahmen auch vom „künstlerischen“ Aspekt her nicht wirklich gut. Aber für den Vlog hab‘ ich sie wieder ausgekramt und damit sind sie doch nicht umsonst gewesen.

Was die Leistung des Systems angeht kann ich echt nicht meckern. Der gezüchtete i5 hatte zwar höhere Durchschnitts-FPS mit der 1080, aber da ich mit den FPS spiele, mit denen ich aufnehme, sehe ich nie einen Unterschied zwischen 90 und 100 Bildern pro Sekunde. Ich hab‘ eh nur 50. Positiver Nebeneffekt: wenn der Rechner nicht ungezügelt Bilder berechnet braucht er auch weniger Strom. Solange ich 50 Bilder bei hoher Grafikqualität stabil hinbekomme, bin ich happy. Die Leistung des Ryzen fließt dann eher ins Encoding und da räumt das Teil so richtig auf. Ein 20 minütiges Dragon Age Video in 1440p rendert in 23 – 24 Minuten (geringe Kompression, CQF 63 in TMPGEnc). Full-HD ohne Skalierung auf 2048×1152 geht fast in der Hälfte der Videolänge. Spektakulär. Ich hab‘ zwar alles mal gebenchmarkt, aber noch immer nix dazu geschrieben. Der Übertaktungsversuch und das Upgrade auf die GTX 1080 dagegen sind schon schriftlich festgehalten.

Fazit: eine Lohnenswerte Investition! Endlich gibt es wieder Konkurrenz und Leben im Markt.

Rückkehr von Star Wars, Der letzte Jedi

Ich war gestern im Kino, bei bestem Regenwetter und muss sagen: die erste Hälfte ist sehr hart an der Grenze zu Lächerlich, zum Schluss dann aber sehenswert, mit ein paar fragwürdigen Entscheidungen.

Zu Beginn versucht der Film zu sehr mit coolen Sprüchen und Humor à la Avengers & Co zu Punkten. Das ist bisweilen zwar unterhaltsam, von der Art und Häufigkeit aber zu übertrieben. Ja, die guten alten Teile machten das auch. Aber weniger aufdringlich. Und wenn es kein Superheldenhumor war, dann eher Slapstick, der die Episoden 1 – 3 so peinlich machte (von der langweilig und unlogisch erzählten Story mal ganz abgesehen).

Zudem sind zwei der tragenden Figuren des Imperiums sehr belanglos dargestellt. Einer ist der General Hux und der andere Kylo Ren. Der Imperator hatte Darth Vader, der Typ aus diesem Teil, Snoke, hatte Kylo Wen? Ein vollkommen blasser und charakterloser Typ. Nur zum Schluss kommen ein paar gute Szenen, ansonsten waren die beiden lediglich Dampfplauderer.

Die ersten Worte von Hux im Film waren so herrlich peinlich. (sinngemäß) „Ich habe meine Befehle vom obersten General. Befehl hier, Befehl da…“

Warum zum Henker? Wieso muss an dieser Stelle, aus dem Nichts, sofort die Begründung für seinen Befehl genannt werden? So spricht doch kein Mensch! Das wirft so ein schlechtes Bild auf den Charakter. Und die (überspitzt) jugendliche deutsche Synchronstimme trägt da nur dazu bei. Den einzigen Pluspunkt bekommt er in einer der letzten Szenen, also Kylo Ren alle Truppen auf Luke Skywalkers Hologramm schießen lässt. Das ist auch einer der wenigen Momente, in denen Humor, in Form von Sarkasmus, richtig eingesetzt wurde.

Ich war ja überhaupt überrascht, dass man sich an dieser Stelle nicht für die arrogante Art entschied und Kylo Ren sofort mit Skywalker kämpfen lies. Nach dem Motto „Den schnapp ich mir“. Der Overkill, alles an Feuerkraft auf eine Person zu richten, war die absolut richtige Entscheidung. Noch cleverer war dann die Auflösung. Das war eine geschickte Rettung der zuvor sehr fragwürdigen Szene, Finn vor dem heroischen Selbstmord zu bewahren. Ich konnte da echt nur mit dem Kopf schütteln. Warum? Was soll das? Die recht smarte und poetische Begründung konnten das auch nicht mehr zurechtbiegen. Letztlich war es dann doch nur Egoismus aus Liebe.

Und weil ich gerade bei dummen Szenen bin. WTF war das mit Leia im Weltraum? Auf einmal fliegt die Gute wieder zurück ins Schiff? Ernsthaft? Nach, keine Ahnung wie langer Zeit im eiskalten Weltraum, ohne Sauerstoff? Den offensichtlich eh niemand braucht. Luken in Raumschiffen werden geöffnet, ohne vorher einen Druckausgleich durchzuführen. Und niemand stört sich daran. Alles kein Problem. Zu dritt (oder?) sind sie zu der Tür gerannt, zu der Leia wieder ins Schiff kam. Eigentlich hätten alle raus ins All gezogen werden müssen.

Es gab natürlich auch gute Momente. So ziemlich die letzte Stunde, als es richtig zur Sache ging, war ein guter Film. Kaum noch Slapstick (von den kleinen Vögeln im Falken mal abgesehen) und spektakuläre Weltraumschlachten. Mit Lichtgeschwindigkeit gegen einen Sternenkreuzer? Sehr geil. Der Film hat es sich natürlich auch selbst schwierig gemacht und versucht, vielen wichtigen Charakteren Zeit zu widmen. Dementsprechend ist er auch ziemlich lang geworden, ohne aber langwierig und langweilig zu sein. Er ist kurzweilig, nur missfallen mir die am Anfang zu häufigen „coolen Momente“.

Ich bin derzeit noch gespaltener Meinung über diesen Film. Das Erwachen der Macht war gefühlt besser, genauso der quasi-Kriegsfilm Rogue One.

Schlusswort

Öhm.. Wozu?

Ah, bis nächsten Monat!

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