Übertakten eines Intel Core i5 6600k Skylake auf 4.2 GHz

(Hinweis: das ist eine Übersetzung des ursprünglich auf Englisch veröffentlichen Blog Post vom 20.07.2017)

Der Skylake i5 ist die sechste Generation der Core Mikorarchitektur und hat von Haus aus schon eine Menge Gaming Power, besonder die „K“ Serien der CPUs. Aber, mit nur 4 Kernen und ohne Hyperthreading sind sie manchen Situationen einfach nicht mehr gewachsen, allen voran die Videokodierung. Was also kann man tun, ohne einen neuen Prozessor zu kaufen (und vielleicht noch Mainboard und RAM dazu – so reizvoll das auch ist), um mehr Leistung zu erhalten? Übertakten natürlich. Dafür steht doch das „K“, oder? ÜbertaKten.

In den Standardeinstellungen rennt der Prozessor mit 3.5 GHz und bei Last auf allen Kernen beträgt der Boost 3.6 GHz (warum schimpft sich das Ding dann eigentlich 3.5 GHz Prozessor?). Der RAM taktet mit 2133 MHz, dem Maximum, den der Skylake Speichercontroller unterstützt. Getestet hatte ich in 1080p (Full HD) und 1440p (WQHD), wobei letzteres meine Auflösung zum Spielen ist. Weil als Grafikkarte eine alternde GTX 970 zum Einsatz kam, wird in WQHD wahrscheinlich nichts hinten bei rausspringen. Videokodierung stand allerdings auch auf der Liste und hier erwartete ich den meisten Zugewinn.

Die Grafikeinstellungen waren auf ein Niveau angepasst, mit dem ich angenehm spielen konnte. Das heißt im Umkehrschluss, dass meine Werte aus diesen Tests nicht mit denen von anderen Seiten vergleichbar sind (was sich im nächsten Post ändern wird).

Games 1080p

  CPU 3.5 – RAM 2133 CPU 4.2 – RAM 2133 CPU 4.2 – RAM 2666
Rise of the Tomb Raider 86.46 86,07 86,90
RotTR: Mountain 101.20 (61.13) 100.53 (63.21) 101.56 (61.43)
RotTR: Syria 81.34 (43.78) 80.14 (43.98) 81.22 (49.89)
RotTR: Valley 76.04 (35.09) 76.56 (43.50) 76.79 ( 47.22)
Witcher 3 73.2 (65) 73.5 (65) 73.3 (67)
Dragon Age: Inquisition 54.6 (47.5) 55 (47.6) 54.2 (47.7)

Wie erwartet tat sich nicht viel bei den durchschnittlichen FPS. Jedoch, und das ist immer schön, gerade bei grundsätzlich wenigen FPS, erhöhte sich die niedrigste Bildrate in Rise of the Tomb Raider und Witcher 3.

Games 1440p

  CPU 3.5 – RAM 2133 CPU 4.2 – RAM 2133 CPU 4.2 – RAM 2666
Rise of the Tomb Raider 56.49 56.25 56.42
RotTR: Mountain 66.05 (41.60) 65.71 (37.06) 65.87 (38.37)
RotTR: Syria 51.25 (38.05) 50.97 (36.45) 51.20 (39.28)
RotTR: Valley 51.30 (34.19) 51.17 (34.53) 51.33 (36.14)
Witcher 3 47.1 (42) 46.9 (41) 47.8 (42)
Dragon Age: Inquisition 37.2 (34.6) 37.5 (34.6) 37.4 (34.8)

In dieser Auflösung tat sich gar nix – nicht, dass ich etwas erwartet hätte. Die Min-FPS schwanken ganz schön und treiben sich überall rum.

Encoding

Der x264 Benchmark führt 4 Enkodierungen mit jeweils zwei Läufen durch. Der erste Zahl gibt Durchlauf 1 und die zweite Durchlauf 2 an. Zusätzlich kodierte ich noch ein 15 minütiges Gameplay Video von Rise of the Tomb Raider in 1440p @30 FPS mit TMPGEnc (x264 unter der Haube). So verarbeite ich meine YouTube Videos und hier versprach ich mir von den zusätzlichen 600 MHz einen ordentlichen Schub.

  CPU 3.5 – RAM 2133 CPU 4.2 – RAM 2133 CPU 4.2 – RAM 2666
x264 Run 1 48.04 / 13.81 55.59 / 16.16 56.49 / 16.15
x264 Run 2 47.90 / 13.83 55.05 / 16.15 56.12 / 16.16
x264 Run 3 48.15 / 13.83 55.11 / 16.16 56.15 / 16.14
x264 Run 4 48.06 / 13.82 55.12 / 16.17 56.02 / 16.13
15 Minute Video 41:58 36:43 36:01

Durchwegs mehr Leitung! Hier muss ich auch darauf hinweisen, dass der ebenfalls höhere RAM Takt zusätzlich auch noch etwas brachte. Eine Minute des 1440p Gameplays benötigte mit Standardtakten etwa 2 Minuten und 48 Sekunden und 2 Minuten und 24 Sekunden mit Übertaktung. Das hört sich zwar erst einmal nicht viel an, 24 Sekunden Zeitgewinn auf einer Minute Video, aber in der Summe, wie man an den Zahlen ablesen kann, ergibt das 6 Minuten in einem 15 Minuten langen Video. Wenn man das noch weitertreibt, meine Tomb Raider Videos sind um die 40 Minuten lang, kam ich auf eine Einsparung von einer guten Viertelstunde.

Zusammenfassung

Die Moral von der Geschicht: mit ’ner langsamen GraKa lohnt das übertakten nicht. Das heißt also, dass ich meiner GTX 970 ein wenig Feuer unter’m Hintern machen muss, um in Spielen einen Mehrwert durch die schnellere CPU zu bekommen.

Noch ein paar technische Daten zur Übertaktung:

  • BCLK: 100
  • Multi: 42
  • CPU Core Voltage: +0.050 V offset
  • SA Voltage: 1.110 V
  • IO Voltage: 1.130 V
  • RAM Voltage: 1.2V
  • RAM Ratio: 133×20

Der i5 machte 4.1 GHz bei Standardspannung mit und erst für die nächsten 100 MHz war mehr Strom nötig. Nachdem mir 600 MHz genug waren, ging ich dem auch nicht weiter nach. Noch mehr Spannung bedeutet auch höhere Temperaturen und einen höheren Stromverbrauch (*Schock*). Ab einem gewissen Punkt heben sich der Zugewinn an Leistung und der höhere Verbrauch des gesamten Systems durch längere Laufzeiten einfach auf.

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