NVIDIA GTX 970 vs. GTX 1080

(Hinweis: das ist eine Übersetzung des ursprünglich auf Englisch veröffentlichten Blog Post vom 22.08.2017)

Wie schon im vorangegangenen Blog Post zum Übertakten des Core i5 erwähnt, meine Grafikkarte war einfach der limitierende Faktor für höhere FPS, ganz besonders, da sie sich in 2560×1440 abquälen musste. Ich deutete in dem Beitrag schon an, dass ich mit ein wenig Übertaktung der GPU, noch ein paar Bildchen pro Sekunde mehr aus meinen System herauskitzeln wollte. Und hier sind wir nun. Die Grafikkarte hatte ich auch übertaktet, nur um sie kurz darauf dann durch eine Gigabyte G1 Gaming GTX 1080 zu ersetzen.

GTX 970 vs GTX 1080

Ungeachtet dessen, werde ich zum Zwecke des Vergleichs mit den alten Werten, die GTX 970 mit Übertaktung hier ebenfalls mit aufführen. Gleichzeitig wechsle ich auch auf Standard Grafikpresets der Spiele, damit ihr die Werte auch ganz einfach mit eurem System vergleichen könnt.

Ich hatte ja gehofft, hier auch schon Ryzen mit testen zu können, allerdings ließ sich Corsair sehr viel Zeit beim Versand des AM4 Mounting Kits. Zum Zeitpunkt des Artikels ist das Teil noch quer durch Europa transportiert worden. Ich plane also noch einen weitern Blog Post, in dem ich den übertakteten Core i5 6600K mit einem Ryzen 1700X vergleiche. Das dann nicht nur in Spielen sondern auch wieder im Encoding.

Die übertaktete GTX 970

Dieser Abschnitt verwendet meine persönlichen Einstellungen aus dem vorherigen Beitrag, um einen direkten Vergleich zu ermöglichen. Die maximal möglichen Einstellungen für GPU Takt lagen nur eine Stufe unter dem, was das ASUS Tool erlaubte. Den Speichertakt konnte ich nicht ausloten, weil ich zu sehr darauf angewiesen war, ein stabiles System für Aufnahmen zu haben. Mir fehlte dazu dann einfach die Zeit. Und zusätzlich kaufte ich einfach eine neue Karte 😉

Ich möchte mich hier gleich mal dafür entschuldigen, dass ich keine genauen Zahlen bzgl. der Takte liefern kann. Ich vergaß einfach vollkommen, diese Aufzuschreiben, bevor ich die Karten austauschte. Es waren gut 100 MHz zusätzlich für die GPU (wahrscheinlich sogar mehr) und grob 40 MHz für den Speicher.

Für die Tests nutzte ich meine Gaming Auflösung, also 1440p. Im Klammern stehen die Min-FPS.

  Standard Overclocked
RotTR: Mountain Peak 65.9 (38.4) 71.6 (43.6)
RotTR: Syria 51.2 (39.3) 53.4 (36.9)
RotTR: Geothermal Valley 51.3 (36.1) 52.5 (34.6)
Dragon Age: Inquisition 37.4 (34.8) 46.8 (37.5)
Witcher 3 47.8 (42.0) 51.2 (45.0)

Wie man sieht, der zusätzliche Takt wurde auch in mehr Bildern pro Sekunde umgemünzt. Manchmal mehr, manchmal etwas weniger. Was ich jedoch gar nicht erklären kann sind die niedrigeren Min-FPS. Aber, um mal ganz ehrlich zu sein, es war nicht genug, um die Kinnlade auf den Tisch fallen zu lassen. Wer ein knappes Budget hat, der kann ein wenig Zeit schinden, mehr aber auch nicht. Ganz anders die CPU Übertaktung, die selbst der alten Core i5/7 2000er Serie ein langes Leben beschehrte.

970 vs. 1080

Nun zum spannendsten Teil. Wie viel schneller ist die GTX 1080, ein Chip der jetzt seit gut einem Jahr schon auf dem Markt ist, im Vergleich zur zwei Jahre alten GTX 970, die mit nur halb so viel Grafikspeicher, weniger Ausführungseinheiten und weniger MHz und weniger von allem auskommen muss? Zur Erinnerung, die GTX 970 ersetzte eine AMD Radeon HD 7870 und bot knapp die zweifache Geschwindigkeit der AMD Karte in Full HD. Schafft das auch die GTX 1080 in der mittlerweile moderneren Auflösung von 2560×1440?

In diesem Abschnitt verwende ich Standard Presets der jeweiligen Spiele, damit ihr die Tests einfach wiederholen könnt. Für Rise of the Tomb Raider und Dragon Age: Inquisition erstellte ich mir auch eigene Testszenen, die mit Fraps getimed wurden (wie ich es auch schon für Witcher 3 tat). Die Szenen könnt ihr als komplettes Video auf meinem YouTube Kanal finden. Darunter ist auch eine aus Skyrim, die eigentlich als Test für den Ryzen gedacht war. Skyrim hat keine so hohen Anforderung an die GPU und ich wollte mal sehen, wie sich die AMD CPU gegen den übertakteten Core i5 schlägt. Um ehrlich zu sein kann ich mir das Ergebnis ganz gut vorstellen, wie auch andere Tests schon belegten. Aber: hier geht es um Grafikpower, also Schluss mit CPU Geblubber.

Nachfolgend die Zahlen.

Einstellungen:

  • Rise of the Tomb Raider: Ultra
  • Dragon Age: Ultra (2x MSAA)
  • Witcher 3: Ultra (Hairworks Low)
·           970 1080  
RotTR: Mountain Peak 63.7 (37.8) 118.2 (74.5) +85%
RotTR: Syria 50.3 (30.8) 91.9 (55.5) +82%
RotTR: Geothermal Valley 47.6 (34.7) 88.0 (34.9) +84%
RotTR: Custom Scene 39.2 (31.0) 76.2 (60.0) +94%
Dragon Age: Inquisition 34.6 (29.2) 68.3 (60.0) +97%
Dragon Age: Inquisition Custom 36.7 (31.0) 65.9 (54.3) +79%
Witcher 3 43.5 (38.0) 79.7 (66.0) +83%

 

Und mal wieder: fast doppelt so schnell! Je nach Spiel schwankt es zwischen +85% und +95%, grob 90% im Schnitt. Wenn man dabei noch bedenkt, dass nun alle Spiele mit einer höheren Bildqualität gespielt werden können, war es eine lohnenswerte Investition. Aber: sie war auch deutlich teurer als noch die GTX 970 vor zwei Jahren.

Das Gute an der Gigabyte Karte ist auch, dass sie in meine kleines Corsair Carbide Air 240 Gehäuse passt. Die ASUS Karte war einfach so breit, dass ich den Deckel nicht schließen konnte.

 

Kurz zur Lautstärke: mit Lüfterprofil „Quiet“ ist die Karte auch wirklich leise. In der Standardeinstellung ist sie jedoch deutlich hörbar. Nicht lästig, aber präsent.

Als nächstes auf der Liste: ein Vergleich mit Ryzen. Ich gehe davon aus, dass der i5 die höheren durchschnittlichen FPS liefern wird, aber im großen Ganzen, und ganz besonders mit Blick auf die Zukunft, ist der Ryzen die bessere Wahl.

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